Debian 12 auf Debian 13 upgraden – die komplette Admin-Checkliste
Debian 13 „Trixie“ ist aktuell Stable. Debian 13.6 wurde am 11. Juli 2026 veröffentlicht; Debian 12 befindet sich inzwischen in der LTS-Phase. Wer noch Bookworm betreibt, sollte das Upgrade geplant und nicht als spontanes `apt upgrade` behandeln.
Vorher Inventar erstellen
Liste installierte Pakete, Drittanbieter-Repositories, Docker, PHP, MariaDB, Apache/Nginx, systemd-Dienste, Cronjobs, Zertifikate, Mounts und Firewallregeln auf.
Backup vor dem Upgrade
Sichere Konfigurationen, Datenbanken, wichtige Dateien und vor allem eine Wiederherstellungsoption. Ein Backup, das nicht getestet wurde, ist nur eine Hoffnung.
Drittanbieter-Repositories
Debian-Release-Upgrades sind ein schlechter Zeitpunkt für alte Fremd-Repositories. Prüfe jede zusätzliche Paketquelle und aktiviere sie erst wieder, wenn sie Trixie unterstützt.
PHP und Webserver
Bei PHP-Anwendungen sind Versionssprünge besonders relevant. Prüfe PHP-Module, Composer-Abhängigkeiten, Apache/Nginx-Konfiguration und Dateirechte.
Docker
Prüfe vor dem Upgrade `docker --version`, `docker compose version` und `docker-compose --version`. Alte Automatisierungen können nach dem Upgrade scheitern.
docker --version
docker compose version
docker-compose --version
MariaDB und PostgreSQL
Datenbanken sollten vor dem Upgrade logisch gesichert und die Versionen dokumentiert werden. Nach dem Upgrade Logs und Anwendungen testen.
SSH nicht vergessen
Wenn der Server remote administriert wird, ist SSH dein Rettungsanker. Prüfe Konfiguration, Benutzer, Schlüssel, Firewall und einen zweiten funktionierenden Zugang.
Der eigentliche Upgrade-Ablauf
Pakete aktualisieren, Bookworm-Quellen kontrolliert auf Trixie umstellen, Paketlisten aktualisieren, vollständiges Upgrade durchführen und anschließend rebooten. Die offiziellen Release Notes sind dabei die maßgebliche Referenz.
Nach dem Reboot
`systemctl --failed`, Netzwerk, DNS, SSH, Docker, Webserver, Datenbanken, Mounts und Zertifikate prüfen.
Fazit
Ein Debian-Upgrade ist kein einzelner Befehl. Es ist eine kontrollierte Migration. Wer vorher Inventar und Backups erstellt und danach Dienste einzeln prüft, reduziert das Risiko drastisch.