Windows 11 24H2 & Server 2025: SMB-Signing, NAS-Probleme und alte Freigaben
Windows 11 24H2 und Windows Server 2025 haben das SMB-Sicherheitsniveau spürbar angehoben. Besonders interessant ist die standardmäßige Anforderung von SMB-Signierung für ausgehende Verbindungen. Das kann bei alten NAS-Systemen, Scannern und Drittanbieter-SMB-Servern plötzlich zu Verbindungsproblemen führen.
Was SMB-Signing eigentlich macht
SMB-Signing schützt die Integrität von SMB-Nachrichten. Vereinfacht gesagt kann ein Angreifer den Datenverkehr nicht unbemerkt verändern, ohne dass die Signaturprüfung fehlschlägt.
Warum alte NAS-Geräte plötzlich streiken
Viele ältere NAS-Geräte und Embedded-Samba-Versionen waren auf weniger strenge SMB-Standards ausgelegt. Wenn der Windows-Client Signierung verlangt, der Gegenserver sie nicht unterstützt, scheitert die Verbindung.
Erster Diagnosebefehl
Unter Windows helfen `Get-SmbClientConfiguration` und `Get-SmbServerConfiguration`, um die lokalen SMB-Einstellungen zu prüfen.
Get-SmbClientConfiguration
Get-SmbServerConfiguration
Get-SmbConnection
Die Freigabe testen
Mit `Get-SmbConnection` lassen sich bestehende SMB-Verbindungen anzeigen. `net use` ist ebenfalls hilfreich, wenn man klassische Windows-Freigaben untersucht.
Nicht vorschnell SMB-Signing abschalten
Eine Abschaltung kann ein altes Gerät kurzfristig wieder erreichbar machen, reduziert aber die Sicherheit. Besser ist es, das Gegenstück zu aktualisieren oder eine moderne SMB-Konfiguration einzusetzen.
SMB1 ist keine Reparaturstrategie
SMB1 sollte nicht als schnelle Lösung wieder aktiviert werden. Wenn ein Gerät ausschließlich SMB1 spricht, ist das ein starkes Signal für eine Modernisierung oder einen Austausch.
IP-Adresse oder DNS-Name?
Microsoft empfiehlt für SMB-Signing und Kerberos, nicht einfach per IP auf Freigaben zuzugreifen. Sauberes DNS und Kerberos sind die bessere Grundlage.
Samba und Linux-NAS
Bei einem Linux-Samba-Server sollte die SMB-Konfiguration gezielt geprüft und nicht einfach irgendeine alte Kompatibilitätsoption aktiviert werden.
Troubleshooting-Checkliste
Windows-Version prüfen, SMB-Clientkonfiguration prüfen, SMB-Verbindung anzeigen, Gegenserver identifizieren, Server-SMB-Version prüfen, Logs kontrollieren, erst dann eine gezielte Änderung durchführen.
Fazit
SMB-Signing ist kein unnötiger Stolperstein, sondern eine Sicherheitsverbesserung. Die richtige Lösung ist fast immer eine Modernisierung des Gegenservers statt das Sicherheitsniveau des Clients dauerhaft abzusenken.